Das Problem

Manipulierte Sportwettbewerbe, sei es aus sportstrategischen oder aus finanziellen Überlegungen von AthletInnen, TrainerInnen, FunktionärInnen, oder SchiedsrichterInnen stellen eine der größten Bedrohungen für den Sport überhaupt dar.

WO LIEGT EIGENTLICH DAS PROBLEM GENAU?

Glaubwürdigkeit ist das höchste Gut im Sport. Leidet das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Leistungen der AthletInnen, in die Ergebnisse der Bewerbe und die Art und Weise, wie diese Resultate zustande kommen, wird der Sport unweigerlich das Interesse der Zuschauer, der Medien und der Sponsoren und dadurch natürlich seine (auch finanzielle) Grundlage verlieren.

Wettbewerbsmanipulation und Wettbetrug sind aber nicht ausschließlich Gefahren für den Sport an sich, sondern bedrohen auch die Karriere und damit auch die Existenz der Beteiligten. Die Konsequenzen eines Fehlverhaltens können sich auf mehreren verschiedenen Ebenen abspielen: sportrechtliche Konsequenzen (Geldstrafen, Sperren etc.) und/oder strafrechtliche Konsequenzen in Fällen von Wettbetrug.

Der Schutz des Sports und seiner Akteurinnen vor diesen Gefahren und die generelle Verbesserung und Bewusstmachung der Integrität von Sportwettbewerben, sind allen Sportorganisationen ein großes Anliegen.

WAS VERSTEHT MAN UNTER WETTBETRUG?

Wettbetrug ist die Manipulation eines Sportwettbewerbs mit Sinn und Zweck, Sportwetten auf diesen Wettbewerb abzuschließen und zum Schaden des Wettanbieters ein Wettgewinn zu erzielen. Ein solches Verhalten wird in Österreich und in nahezu allen Ländern der Welt von Polizei und Staatsanwaltschaft verfolgt und im Regelfall mit Geld- oder Gefängnisstrafen sanktioniert.

RICHTIGE VERHALTENSWEISEN...

Die wichtigsten Punkte für Betroffene:

  • Absolutes Verbot von Sportwetten  auf den eigenen Bewerb oder Sport.
 
  • Verbot einen Bewerb zu manipulieren. D.h. Verbot jeder vorsätzliche Abmachung, Handlung oder Unterlassung, die auf eine missbräuchliche Veränderung des Ergebnisses oder Verlaufs eines Sportwettbewerbs abzielt, um die Unvorhersehbarkeit eines Sportwettbewerbs ganz oder teilweise in der Absicht aufzuheben, einen ungerechtfertigten Vorteil für sich selbst oder für andere herbeizuführen.
 
  • Verbot, Insider-Informationen weiterzugeben oder selbst zu verwenden, welche für Wetten, Manipulation von Sportwettbewerben oder sonstige Korruptionszwecke genutzt werden können.
 
  • Verpflichtung zur Meldung von Kontaktversuchen, Angeboten oder sonstigen Vorfällen, die im Zusammenhang mit den genannten Verboten stehen.



In Kurzfassung:

  • DO NOT BET
  • DO NOT FIX
  • DO NOT USE INSIDE-INFORMATION
  • DO REPORT
Foto von der Intigritätsschulung durch den Play Fair Code bei Sturm Graz
Foto von der Integritätsschulung durch den Play Fair Code beim österreichischen Fussballnationalteam