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Eine groß angelegte europäische Studie zeigt, dass fast 20% der im Sport tätigen Personen (Aktive, Betreuung und Management) schon mit direkten oder indirekten Match-Fixing-Angeboten – also Manipulationen von Wettkämpfen oder Spielen – konfrontiert wurden.

Erasmus + EPOSM: Fast 20% aller im Sport tätigen Personen wurden schon mit (in)direkten Manipulationsangeboten konfrontiert

Es ist weithin bekannt, dass Spielmanipulation ein globales und gefährliches Phänomen in der Welt des Sports ist. Eine groß angelegte, internationale Studie des Erasmus+ Projektes EPOSM erforschte jüngst die Situation zu Spielmanipulation in sieben europäischen Ländern. Die ersten Studienergebnisse zeigen, dass fast 20% der mehr als 5000 Teilnehmenden schon direkte oder indirekte Angebote zur Spielmanipulation erhalten haben. Insbesondere gaben 18% der Teilnehmenden an, eine oder mehrere Personen zu kennen, die in Bezug auf eine Spielmanipulation schon einmal angesprochen wurde.
Zusätzlich gaben 8% der Teilnehmenden an, dass ihnen bereits selbst ein Angebot zur Spielmanipulation unterbreitet wurde.  

Deutlich positiver stellen sich diese Werte in der nationalen Betrachtung dar. In Österreich befragte Personen gaben zu 11,5% an, eine oder mehrere Personen zu kennen, die schon einmal in Bezug auf Spielmanipulation kontaktiert wurden.
Tatsächlich selbst angesprochen worden zu sein, gaben hingegen weniger als 1,5% der Befragten an.
Dass Österreich im internationalen Vergleich den Lichtblick gibt, darf ganz klar der langjährigen Präventionsarbeit des Play Fair Code gutgeschrieben werden. Diese Einschätzung wird auch durch die abgefragten Einschätzungen zur Problematik von und zum Bewusstsein für Match-fixing in Österreich bestätigt.

Über das EPOSM-Projekt

Mit dem EPOSM-Projekt (Evidenzbasierte Prävention sportbezogener Spielmanipulation) werden die verschiedenen Arten von Spielmanipulationen in unterschiedlichen Sportarten und Ländern untersucht, um in der Folge das Bewusstsein für Spielmanipulation zu schärfen.

Das von der Universität Gent koordinierte Erasmus+ Projekt EPOSM erforscht Spielmanipulation in Belgien, Kroatien, Frankreich, Niederlande, Österreich, der Schweiz und England.
Insgesamt nahmen 5014 Personen an der Umfrage teil, die sich an aktuelle und ehemalige Sportler/Innen, Trainer/Innen, Vorstandsmitglieder, Schiedsrichter/Innen und weitere Personen aus verschiedenen Sportarten (Fußball, Tennis, Basketball, Hockey, Handball und Cricket) richtete. Das EPOSM-Projekt wird vom Erasmus+ -Programm der Europäischen Union kofinanziert.

 

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Kategorie: Projekte

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