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Der Play Fair Code schult in Zukunft neben Akteuren aus bereits fünf anderen Sportarten auch die Athleten des Österreichischen Handballbundes (ÖHB), der spusu LIGA und der spusu CHALLENGE. Vorgestellt wird die Kooperation anlässlich des Länderspiels Österreich gegen den amtierenden Europameister Spanien in Dornbirn am 11. April.

Handballer sind für #NoManipulation

Man kann darauf wetten, mit welchem Resultat ein Spiel endet, wie viele Treffer zwischen den beiden Mannschaften liegen, wie viele Tore insgesamt fallen und auch darauf, ob der Gesamtscore gerade oder ungerade ist: nur vier von unzähligen Möglichkeiten, die ein Handballspiel bietet.

Sportwetten können manipuliert werden, auch im Handball. Immer wieder präsent ist der Fall der beiden französischen Stars Nikola und Luka Karabatic, die in einem Wettskandal zu jeweils zwei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden waren. Ihr damaliger Verein Montpellier HB hatte im Mai 2012, als er bereits als Meister feststand, die Partie beim abstiegsbedrohten Club Cesson-Rennes mit 28:31 verloren. Ungewöhnlich hohe Wetteinsätze waren verzeichnet worden, und diese sind im Regelfall das erste Indiz, dass eventuell nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

„Hierzulande hat es in unserem Sport bisher keinen Fall von Manipulation oder Wettspielbetrug gegeben“, sagt Gerhard Hofbauer, Präsident des Österreichischen Handballbundes (ÖHB). „Dieser Umstand gibt uns Anlass zur Freude, soll aber nicht dazu führen, nachlässig zu werden. Wir sind glücklich darüber, in unserem Bestreben nach sauberen, integrem Sport nunmehr auf die Expertise des Play Fair Code zählen zu können. Wir stehen auf der richtigen Seite, mit dem richtigen Partner.“

In der Tat ist der Play Fair Code innerhalb von wenigen Jahren zu einer festen Größe des nationalen und auch internationalen Sportgeschehens geworden, wenn es um Themen wie Spielmanipulationen und Wettbetrug, Ethik und Integrität geht. Über 500 Schulungen mit rund 15.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen wurden national und international veranstaltet. Bei Projekten von Erasmus+ ist die Expertise des Play Fair Code ebenso gefragt wie bei Entscheidungsträgern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der UEFA oder der Europäischen Union.

In Österreich arbeitet die Initiative für einen sauberen Sport gemeinsam mit dem Sportministerium und Sportfachverbänden bzw. Ligen im Fußball, Basketball, Tennis, Eishockey, Skisport und nunmehr auch im Handball zusammen. Ab dem Spätsommer werden die Mitglieder der 20 Teams der beiden höchsten Spielklassen (spusu LIGA und spusu CHALLENGE) bzw. der ÖHB-Nationalmannschaften in Schulungen zu Themen wie Spielmanipulation und Wettbetrug sensibilisiert; dabei werden Gefahren, Konsequenzen und Schutzmechanismen aufgezeigt.

„Die Tatsache, dass sich eine weitere Publikumssportart dem Play Fair Code anschließt, zeugt von der Akzeptanz und der Reputation, die wir uns über die vergangenen sieben Jahre kontinuierlich erarbeitet haben, und selbstverständlich freuen wir uns über die neue Partnerschaft“, sagt Play Fair Code Präsident Günter Kaltenbrunner. „Doch auch diese Zusammenarbeit ist vor allem Auftrag und Verpflichtung, und dieser wollen, nein, müssen wir bestmöglich nachkommen.“

Dass Handballer und der Play Fair Code gemeinsame Sache machen, wird am 11. April im Rahmen des Länderspiels zwischen EHF EURO 2020 Co-Gastgeber Österreich und Europameister Spanien in Dornbirn offiziell besiegelt und präsentiert. Auf die Zusammenarbeit wird unter anderem während der Begegnung auf den LED-Werbebanden hingewiesen. „Dabei präsentieren wir auch unsere neue Kampagne“, sagt Play Fair Code Geschäftsführer Severin Moritzer, „diese lautet schlicht und einfach #NoManipulation.“ 

Erfreulich aus österreichischer Sicht war das sportliche Ergebnis des Duells mit Spanien, konnte man doch den regierenden Europameister vor vollen Rängen in der Messehalle Dornbirn erstmals seit 27 Jahren besiegen. Gratulation dazu vom gesamten Play Fair Code Team.

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Kategorie: Verein/Intern

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