Nationale Plattform

Mit der Unterzeichnung der Europaratskonvention gegen Wettbetrug wurde das Fundament für die Einrichtung und Ausgestaltung einer Nationalen Plattform in Österreich geschaffen.

Nationale Plattform

Auf Antrag des Sportministeriums wurde im Jänner der Beitritt Österreichs zur Europaratskonvention gegen Wettbetrug im Ministerrat beschlossen. Die Unterzeichnung durch Bundesminister Hans Peter Doskozil fand am 2.6.2016 im Rahmen einer internationalen Konferenz in Wien statt. 

„Spielmanipulation bedroht die Integrität des Sports und ist eine Gefahr für den Sport. Mit der Unterzeichnung der Europaratskonvention wird der Kampf gegen Wettbetrug auf ein internationales Level gebracht. Ich bin stolz, dass Österreich bei der Bekämpfung von Wettbetrug zu den Vorreitern zählt. Mit dem Verein Play Fair Code haben wir bereits seit 2012 eine wichtige Anlaufstelle für dieses Thema.“ so Sportminister Hans Peter Doskozil

Ziel des Übereinkommens über die Manipulation von Sportwettbewerben ist, Wettbetrug im Sport zu verhindern, aufzudecken und zu sanktionieren sowie bewusstseinsbildende Maßnahmen und Schulungen für Sportlerinnen und Sportler weiter auszubauen. Dazu wird eine „Nationale Plattform“ eingerichtet, die der Verein Play Fair Code und das Bundeskriminalamt gemeinsam betreuen. Damit soll national die Zusammenarbeit zwischen den Sportverbänden und den verantwortlichen Behörden forciert werden. Auch die Ermittlungs- und Justizbehörden sollen stärker vernetzt und die internationale Koordination im Kampf gegen Matchfixing weiter verbessert werden. 

Play Fair Code Präsident Günter Kaltenbrunner: "Ein weiterer Meilenstein auf dem österreichischen Weg gegen Manipulation und für Integrität im Sport. Unser Dank gilt Bundesminister Doskozil und seinen Vorgängern, die mit dem Play Fair Code rechtzeitig und europaweit führend auf die richtigen Strategien im Bereich der Prävention gesetzt haben."

EPAS Generalsekretär Stanislas Frossard: "Der Play Fair Code ist eine originäre Initiative, die darauf abzielt Stakeholder und für Sport verantwortliche Regierungsstellen zu mobilisieren und in Verbindung zu bringen, um Spielmanipulation zu verhindern und zu bekämpfen. Es werden einige der Bestimmungen der Europaratskonvention über die Manipulation von Sportwettkämpfen bereits umgesetzt, insbesondere, was die Installation einer österreichischen Nationalen Plattform betrifft.  Die Aktivitäten des Play Fair Code sind mit nationalen und internationalen Projekten gegen die Manipulation von Sportwettkämpfen verknüpft und seine Arbeit ist anerkannt, vor allem in den Feldern Prävention, Bewusstseinsbildung, Risikoeinschätzung und Koordination von Stakeholdern.“