Fixipedia

Mit unserem Fixipedia wollen wir einen verständlichen und übersichtlichen Einblick in das Themenfeld Match-fixing servicieren. Die Begrifflichkeiten (rechte Seite) sind in alphabetischer Reihenfolge geordnet und werden regelmäßig aktualisiert. Auf der linken Seite befinden sich begangene Verstöße aus dem Sport und Verlinkungen zu unserem Netzwerk.

WICHTIGER HINWEIS

Wir freuen uns über jegliche Anregungen betreffend der Aufbereitung und der Informationen auf dieser Seite. Feedback und Kritik nehmen wir jederzeit gerne unter office@playfaircode.at oder +43 1 90340 entgegen.

          A

                    Angebot

Bei einem Angebot wird einem Individuum etwas vorgeschlagen. Dieses Angebot kann sich auf eine Ware, aber auch auf Handlungen beziehen.1

Im Fall von Spielmanipulationen werden sportlichen Akteuren Gegenleistungen für die Ausführung einer vorgegebenen Handlung auf dem Spielfeld offeriert. Gegenleistungen für eine Partizipation an Spielmanipulationen können sowohl Geldbeträge als auch sachwerte (Autos, Fernseher, etc.) Vorteile sein. Ebenfalls attraktives Angebot ist der Schuldenerlass für Sportler, welche mit dem Glücksspiel oder mit Sportwetten verbandelt sind. Der verurteilte ehemalige deutsche Fußball-Referee Robert Hoyzer, der 2004 Spiele in der 2.Bundesliga, Regionalliga sowie im DFB-Pokal manipuliert hat, bekam beispielsweise für sein Handeln als Gegenleistung 67.000 Euro und einen Plasma-Fernseher von den Wettbetrügern.2

Das Angebot ist Teil 2 der Phasen einer Spielmanipulation.

                    Ansprache

Unter einer Ansprache wird allgemein ein Gespräch oder eine Kontaktaufnahme verstanden.1

Im Fall von geplanten Spielmanipulationen kann die Kontaktaufnahme durch die Betrüger direkt/persönlich oder indirekt/über Vermittler geschehen. Kommunikationswege sind neben dem persönlichen Gespräch auch die sozialen Medien, Telekommunikationskanäle oder anderweitige Formen. Akteure der Sportwelt müssen sich darüber bewusst sein, dass die Ansprache unterschiedlichste Facetten annehmen kann. Im Hintergrund sollte jederzeit eine gesunde Skepsis gegenüber Anfragen bestehen.

Die Ansprache ist Teil 1 der Phasen einer Spielmanipulation.

          B

                    Berichten

Beim Berichten geht es darum, einen Sachverhalt bzw. Geschehnisse sachlich darzustellen und andere an dem Wissen teilhaben zu lassen.1

Wenn Akteure der Sportwelt Kenntnisse über geplante oder bereits durchgeführte Spielmanipulationen erlangen, sollte unverzüglich eine Meldung bei den zuständigen Stellen vorgenommen werden. Meldungen können jederzeit bei der Ombudsstelle vom Play Fair Code vorgenommen werden.2 Auch das Bundeskriminalamt führt unter anderem eine Meldestelle gegen Wettbetrug.3

Verbandsrechtlich ist für die meisten Sportarten in Österreich eine Meldeverpflichtung vorgeschrieben; siehe im Fußball beispielsweise §115 der ÖFB-Rechtspflegeordnung.4

Das Berichten gehört zu den Säulen der "3 R's" (Recognize, Resist, Report), welche der Play Fair Code vermittelt.

                    Betrug

Der Betrug ist eine bewusste Täuschung oder Irreführung anderer (juristischer) Personen.Im Sportkontext sind Spielmanipulationen, Wettbetrug oder auch Doping als Betrug gegenüber denen, die an faire und integre sportliche Wettbewerbe glauben, zu klassifizieren.

Strafrechtlich kann der Betrug, aber auch der schwere Betrug nach § 147 Strafgesetzbuch - unter den Fälle von Match-fixing mit erheblichem finanziellen Schaden fallen - zu drastischen Sanktionen führen. Wichtig ist, dass es sich beim Straftatbestand Betrug um ein Vermögensdelikt handelt. Ein Vermögensschaden entsteht durch Match-fixing beispielsweise dem Buchmacher, welcher die Spiele ohne Kenntnisse über mögliche Verschiebungen quotiert.
Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren "(...) ist zu bestrafen, wer einen Betrug mit einem 5.000 Euro übersteigenden Schaden begeht."In Anbetracht der im Wettbetrugsfall unrechtmäßigen Auszahlung von Gewinnen aufseiten der Sportwetten-Anbieter kann der Schaden je nach Taxierung diese Grenze leicht übersteigen.3

Noch drastischer sind die Strafen bei Überschreiten eines Schadens von 300.000 Euro: "Wer durch die Tat einen 300.000 Euro übersteigenden Schaden herbeiführt, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren zu bestrafen."4

Dass diese Strafhöhen keine Utopie darstellen, hat das Urteil gegen beispielsweise Dominique Taboga im Jahr 2014 bestätigt, der wegen Betruges zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde (davon zwei Jahre bedingt).5

                    Bewusstseinsbildung

Durch Bewusstseinsbildung wird der Versuch unternommen, einen Zustand der Gewissheit zu entwickeln. Es sollen Erkenntnisse und Wissen transferiert werden und resultierend daraus Überzeugungsarbeit geleistet werden.1

Die Bewusstseinsbildung als eines der Kernanliegen des Play Fair Code besitzt das Ziel, über die Gefahren ausgehend von Spielmanipulation und Wettspielkriminalität aufzuklären. Hierfür werden Schulungen vom Nachwuchssport über den semiprofessionellen Sport bis hin zum Profisport durchgeführt.

                    Bundeskriminalamt

"Das Bundeskriminalamt, kurz BK, steht für moderne, bundesweite Kriminalitätsbekämpfung und ist national sowie international Ansprechpartner für polizeiliche Kooperation."1 Innerhalb des Bundeskriminalamtes, welches im Bundesministerium für Inneres angesiedelt ist, ist im Büro 3.1 "Organisierte Kriminalität" das Referat 3.1.6 für "Wettbetrug, Doping und Arzneimittelkriminalität" zuständig.2

Die interventionistische Ermittlungsarbeit des Bundeskriminalamtes in Verbindung mit der Präventionsarbeit des Play Fair Code - sowie den daraus entstehenden Synergieeffekten - versucht, den österreichischen Sport frei von Korruption und Manipulation zu halten. Hierfür ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen BK und PFC unabdingbar.

          C

                    Charta des Play Fair Code

Eine Charta kann ebenfalls als Urkunde oder unterfertigte Erklärung bezeichnet werden.1 Sie ist als eine Verpflichtung zu verstehen, dass die im Dokument aufgeführten Inhalte in beidseitigem Einvernehmen unterstützt und durchgeführt werden.

Das zentrale Ziel des Play Fair Code ist der Schutz des österreichischen Sports vor Spielmanipulation und Wettspielkriminalität, welches der unterfertigende Partner/Verband ausdrücklich fördert. "Dieses Ziel, die damit verbundenen Maßnahmen und die Aktivitäten des Play Fair Code werden vom unterzeichnenden Verband unterstützt."2

Alle ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder des Play Fair Code haben diese Absichtserklärung unterfertigt. Eine Einsicht in die aktuellste  Fassung ist über den Download-Bereich möglich.

          E

                    Erkennen

Erkennen bedeutet, Vorgänge anhand bestimmter Charakteristika (frühzeitig) zu identifizieren.1

Im Bereich der Sportwelt ist es von fundamentaler Bedeutung, dass illegale Beeinflussungen von allen Akteuren frühzeitig erkannt werden. Um dies zu gewährleisten, macht der Play Fair Code in seinen Schulungsprogrammen auf musterhafte Verläufe von Kontaktaufnahmen und Ansprachen (siehe Fixipedia-Eintrag) aufmerksam. Ein beispielhaftes Schulungsmodul befindet sich übrigens im Download-Bereich auf unserer Website.

Erkennen ist eine der drei Säulen der "3 R's" (Recognize, Resist, Report), welche der Play Fair Code vermittelt.

                    Erpressung 

Unter einer Erpressung wird eine "von Drohungen oder Gewaltmaßnahmen begleitete oder damit durchgesetzte Forderung" verstanden.1

Diese Problematik lässt sich auf beliebige Felder transferieren, welche im Zusammenhang mit korrupten Praktiken stehen. Demzufolge sind auch begangene Spielmanipulationen lukrative Treiber für Erpressungen, denn nach einmaliger Annahme oder Durchführung eines Wettbetrugs wird der sportliche Akteur lebenslang mit dem Gewissen leben müssen, dass die Aufdeckung (auch nach dem Karriereende) schwerwiegende Folgen mit sich bringen kann.2

Der Tatbestand einer Erpressung ist laut § 144 Abs. 1 Strafgesetzbuch zu sanktionieren. "Wer jemanden mit Gewalt oder durch gefährliche Drohung zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, (...) ist (...) mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen."3

                    Europaratskonvention gegen Wettbetrug

Am 2. Juni 2016 unterzeichnete der ehemalige Sportminister Hans-Peter Doskozil die Europaratskonvention gegen Wettbetrug, welche unter anderem die "Überzeugung (vertritt), dass ein wirkungsvoller Kampf gegen die Manipulation von Sportwettbewerben eine verstärkte, zügige, nachhaltige und ordnungsgemäß funktionierende nationale und internationale Zusammenarbeit erfordert".1

Ziel und Zweck der Konvention ist demzufolge "die Bekämpfung der Manipulation von Sportwettbewerben, um die Integrität des Sportes und die Sportethik im Einklang mit dem Grundsatz der Autonomie des Sportes zu schützen."2 Zusätzlich werden Nationale Plattformen errichtet. Diese sind ebenfalls im Fixipedia beschrieben.

Die deutsche Version der Europaratskonvention lässt sich unter dem Menüpunkt "Nationale Plattform" downloaden.

          F

                    Fair Play

Fair Play, also die Fairness und Achtung von Werten, Normen und Regeln, besitzt seit jeher eine elementare Bedeutung für den Sport. Ohne den Fair Play-Gedanken wäre die Durchführung von Sportwettbewerben nicht möglich. Die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) definiert Fair Play bezogen auf den Fußball als "eine gesunde Einstellung zum Spiel und konkret um die Achtung der Spielregeln sowie um den Respekt für Mitspieler, Schiedsrichter, Gegner und Fans."1

Spielmanipulationen und Wettbetrug zerstören diesen Fair Play- und somit langfristig den sportlichen Gedanken.

          G

                    Gefahren für den Sport

Neben Spielmanipulationen und Wettspielkriminalität stellen auch Korruption, Doping, Diskriminierung und Gewalt erhebliche Gefahren für die Integrität des Sports dar.

Korruption wird allgemein definiert als "Missbrauch von anvertrauter Macht zum privaten Nutzen oder Vorteil."1 Anhand der Definition wird die Vielschichtigkeit von Korruption (auch im Sport) deutlich. Der Großteil von Korruptionsfällen im Sport bezieht sich auf illegitime Beeinflussungen bei Entscheidungen von Sportverbänden (Vergabe von Großveranstaltungen, Amtswahlen) oder die verbotene Beeinflussung von Sportwettbewerben.2

Ebenfalls diffizil ist die Definition von Doping. Im Welt-Anti-Doping-Code sind "die Tatbestände und Handlungen aufgeführt, die einen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen begründen."3 Eine vereinfacht dargestellte Übersicht über die Verstoßarten ist auf der Homepage der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) Austria zu finden. Diese verdeutlicht, dass nicht nur der Konsum von im Sport verbotenen Substanzen nach den Dopingbestimmungen bestraft wird.

Diskriminierung ist laut der Stadt Wien "jede Form der ungerechtfertigten Benachteiligung und Ungleichbehandlung von einzelnen Personen oder Gruppen aufgrund verschiedener (...) Merkmale."4 Darüber hinaus existieren im Sport Sachverhalte, in denen physische, psychische und sexualisierte Formen der Gewalt angewendet werden. Gegen unter anderem diese Gefahren setzt sich die österreichische fairplay Initiative ein.

Gemeinsam bilden der Play Fair Code, die NADA Austria und die fairplay Initiative in Wien ein konstruktives Netzwerk für die Wahrung sportlicher Werte.

                    Geldwäsche

"Unter Geldwäscherei versteht man das Verschleiern des illegalen Ursprungs von Erträgen aus bestimmten kriminellen Aktivitäten, den sogenannten Vortaten."1

Dies bedeutet, dass illegal erworbene Gelder unter anderem auf Finanzmärkten umgesetzt werden, damit das "kriminelle" Geld gegen "sauberes" Geld gewaschen wird. Geldwäsche (und damit einhergehend auch die Finanzierung von terroristischen Akten) ist in Österreich verboten und kann unter anderem mit den §§ 165 und 278d StGB sanktioniert werden.2

Für Geldwäsche attraktiv ist neben dem Glücksspiel- auch das Sportwetten-Geschäft. Eine Studie aus dem Jahr 2014 kam zu dem Ergebnis, dass jährlich über 100 Milliarden Euro über den Sportwetten-Markt gewaschen werden.Geldwäsche von kriminellen Organisationen auf manipulierte Spiele sind aufgrund der erhöhten Volumina, welche auf dem internationalen Sportwetten-Markt gesetzt werden können, sehr attraktiv. Trotz der Internationalität des Vergehens können die betroffenen Spiele natürlich auch den österreichischen Sport betreffen, welcher global auf dem Sportwetten-Markt angeboten wird.

                    Glaubwürdigkeit

Glaubwürdigkeit vermittelt Attribute der Zuverlässigkeit und Glaubensrechtfertigung.1 Sie ist unter anderem in den Medien oder der Wirtschaft, aber auch im Sport ein zentraler Wert.

"(Spielmanipulationen und Wettspielkriminalität) untergraben die Glaubwürdigkeit (...) des sportlichen Kräftemessens und gefährden dadurch den Sport in seiner gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Relevanz."2

Der Play Fair Code schließt sich diesem Standpunkt an und kämpft für die Glaubwürdigkeit des Sports.

          I

                    Insiderhandel

Als börsengeschäftlicher Insiderhandel (auch Insidergeschäfte oder Insider trading genannt) wurden ursprünglich "Käufe und Verkäufe von Wertpapieren unter Verwendung interner, noch nicht öffentlicher Informationen aus einem Unternehmen (bezeichnet). Ein Insider darf solche Informationen nicht ausnutzen und sie auch keinem Dritten mitteilen."1

Laut §163 Abs. 2 des aktuellen Gesetzesentwurfes zum Bundesgesetz über die Wertpapier- und allgemeinen Warenbörsen 2018 "(...) ist zu bestrafen, wer als Insider über eine Insiderinformation verfügt und einem anderen empfiehlt, Finanzinstrumente, auf die sich die Information bezieht, (...) zu erwerben oder zu veräußern (...)."Hierfür können Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis fünf Jahren verhängt werden.

Insiderwissen kann auch auf dem Sportwetten-Markt ausgenutzt werden. Das Wissen über z.B. Verletzungen, Mannschaftsaufstellungen, interne Konflikte oder ausstehende Gehaltszahlungen können sich sowohl Akteure des Sports als auch Wettbetrüger zunutze machen. Insofern ist die Brisanz des Insiderhandels im Sport mit dem im Börsengeschäft durchaus zu vergleichen.

Wer mit Insiderwissen durch Sportwetten profitieren will oder profitables Wissen weiterleitet, macht sich laut übereinstimmenden verbandsrechtlichen Bestimmungen in Österreich strafbar. Für den österreichischen Fußball ist beispielsweise der § 114 Abs. 1 der ÖFB-Rechtspflegeordnung maßgeblich. Die Strafe kann zwischen Ermahnungen, (Funktions-)sperren, Geldstrafen, Punktabzügen, Wettbewerbsausschlüssen und Zwangsabstiegen bis hin zum Verbandsausschluss variieren.

                    Integrität

Integrität kann auch als Unverletzlichkeit oder Makellosigkeit definiert werden.Die Integrität bezieht sich darüber hinaus auf das Ansehen und Vertrauen, welches einem Produkt/einem Zweig entgegengebracht wird.

Die Integrität im Sport, welche existenziell für das Sein vom sportlichen Wettbewerbsgedanken ist, wird durch Dopingvergehen, Spielmanipulationen und Wettbetrügereien verletzt. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Reinhard Grindel, hatte bereits im Jahr 2015 öffentlich Position für ein deutsches Gesetz zur Integritätssicherung im Sport bezogen.Hierdurch wird die Relevanz der Integritätswahrung in der heutigen Zeit durchaus ersichtlich.

Für das Ziel der Wahrung der Integrität im österreichischen Sport wurde 2012 der Play Fair Code gegründet.

          K

                    Konsequenzen

Die persönlichen Konsequenzen für einen Akteur des Sports, also die Folgen und Auswirkungen von einer Beteiligung an Spielmanipulationen, können vielfältig sein.

Sie können ...

strafrechtlicher (siehe Eintrag im Fixipedia)

arbeitsrechtlicher (Entlassung):
Gemäß Artikel 1 § 27 Angestelltengesetz sind wichtige Gründe für eine vorzeitige
Entlassung unter anderem, wenn der Angestellte...
- " (...) sich einer Handlung schuldig macht, die ihn des Vertrauens des Dienstgebers unwürdig erscheinen lässt" oder
- " (...) durch eine längere Freiheitsstrafe oder durch Abwesenheit während einer den Umständen nach erheblichen Zeit (...) an der Verrichtung seiner Dienste gehindert ist".
Unter anderem die zitierten Absätze sind im Fall von Spielmanipulationen anwendbar, betrachtet man beispielsweise die verbandsrechtliche Sperre, durch die der Akteur an der Ausübung seines Berufs gehindert wird (siehe Eintrag im Fixipedia.)

verbandsrechtlicher (siehe Eintrag im Fixipedia)

finanzieller (Prozesskosten, Einnahmenrückgang durch Verlust des Arbeitsverhältnisses)

und gesellschaftlicher (Ächtung)

...Natur sein.

Die Konsequenzen für die Sportwelt können - resultierend aus dem Verlust der Integrität und Glaubwürdigkeit - die Abwendung der Zuschauer (im Stadion, vor dem Fernseher) sein. Die Einnahmen durch Ticketverkäufe und Medienrechte gehen zurück. Sponsoren wenden sich von Sportarten mit Glaubwürdigkeitskrisen ab. Allgemein ziehen sich die finanziellen Mittel aus betroffenen Sportarten zurück. Zusätzlich bleibt der finanzielle Schaden bei Wettmanipulationen aufseiten des Sportwetten-Anbieters.1

          L

                    Live-Wetten

          M

                    Mitglieder und Sponsoren

In diesem Absatz werden die aktuellen Mitglieder und Sponsoren des Play Fair Code mit ihrem Internet-Auftritt gelistet. Nur durch ihre Anerkennung und Unterstützung der Arbeit des Play Fair Code ist die umfassende Präventionsarbeit gegen Spielmanipulation und Wettspielkriminalität erst möglich.

     Ordentliche Mitglieder

     Außerordentliche Mitglieder

     Sponsoren

                    Monitoring

Monitoring ist die Bezeichnung für eine dauerhafte Überwachung einer bestimmten Sache.Dieses Instrument wird oftmals zur Kontrollwahrung verwendet.

Der Play Fair Code versteht unter Monitoring die Analyse und Beobachtung von Spielverläufen und Spielergebnissen. Die Firma Sportradar bietet seit 2009 das Fraud Detection System (FDS) an, welches den legalen internationalen Wettmarkt auf unverhältnismäßige Wetteinsätze und auffällige Wettmuster untersucht. Sportradar überwacht 17 unterschiedliche Sportarten für Ihre jeweiligen Auftraggeber.2

          N

                    Nationale Plattform

Laut Artikel 13 der Europaratskonvention gegen Wettbetrug sollen die EU-Staaten eine Nationale Plattform zur Auseinandersetzung mit der Manipulation von sportlichen Wettbewerben bilden. Die Plattformen sollen " (...)

a) als Informationsdrehscheibe dienen, durch die (...) einschlägige Informationen gesammelt und an die betroffenen Organisationen und Stellen weitergeleitet werden,

b) den Kampf gegen die Manipulation von Sportwettbewerben koordinieren,

c) Informationen über irreguläre und verdächtige Wetten entgegennehmen, bündeln und analysieren (...) sowie gegebenenfalls Warnungen rausgeben,

d) Informationen über mögliche Verstöße (...) an Behörden oder an Sportorganisationen und/oder Sportwettenanbieter übermitteln,

(sowie)

e) mit allen betroffenen Organisationen und Stellen auf nationaler und internationaler Ebene (...) zusammenarbeiten."1

De facto übernimmt der Play Fair Code (auf Präventionsseite) in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt (auf Interventionsseite) bereits die Aufgaben einer Nationalen Plattform in Österreich.

                    Newsletter

Über den Newsletter werden die aktuellsten und wichtigsten Entwicklungen rund um den Play Fair Code kompakt und bequem per Mail versendet. Die An- und Abmeldung ist jederzeit möglich, die Newsletter sind selbstverständlich ein kostenfreier Service.

          O

                    Ombudsstelle

Im allgemeinen Definitionsgebrauch übernimmt die Ombudsstelle bzw. der Ombudsrat " (...) die Aufgabe einer unparteiischen Schiedsperson, die zwischen zwei Parteien außergerichtlich versucht, eine Lösung des Problems zu erzielen."1

Allerdings werden auch Anlaufstellen, Servicepunkte oder Hinweisnehmer als Ombudsstellen bezeichnet. Die Ombudsstelle des Play Fair Code - welche bei der Rechtsanwaltskanzlei Niederhuber & Partner angesiedelt ist - nimmt Hinweise über durchgeführte oder geplante Spielmanipulationen entgegen und hilft in hilfsbedürftigen Szenerien.

                    Organisierte Kriminalität

"Organisierte Kriminalität ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte, planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte auf längere oder unbestimmte Dauer arbeitsteilig

a) unter Verwendung gewerblicher oder geschäftsähnlicher Strukturen,

b) unter Anwendung von Gewalt oder anderer zur Einschüchterung geeigneter Mittel oder

c) unter Einflussnahme auf Politik, Medien, öffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft zusammenwirken."1

Die organisierte Kriminalität ist nunmehr auch auf dem Sportwetten-Markt tätig und nutzt unter anderem Spielmanipulationen als Finanzierungsinstrument. "Dazu ist es viel zu ernst. Die organisierte Kriminalität betreibt ihr Geschäft nahezu perfekt: Sie stößt in Märkte und Lücken, die sich ihr bieten. In diesem Fall im Sport. Er ist den Kriminellen teils hilflos ausgeliefert, teils aktiv beteiligt."2

Um die Partizipation sportlicher Akteure an verbotenen Wettgeschäften zu minimieren, ist die vom Play Fair Code entwickelte Präventions- und Aufklärungsarbeit elementar.

Übrigens ist bereits die Weitergabe von Informationen an kriminelle Vereinigungen Symbol einer Mitgliedschaft bei solchen und nach § 278 Abs. 1 Strafgesetzbuch eine Straftat - nicht nur die Begehung von Verbrechen oder Gewalttaten: "Wer eine kriminelle Vereinigung gründet oder sich an einer solchen als Mitglied beteiligt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen."3

          P

                    Potenzielle Akteure

Die Formen von Spielmanipulationen - und vor allem die Personengeflechte hinter diesen - sind vielfältig und jeweils von der Individualität des Vergehens abhängig. Um einen groben Überblick darüber zu bekommen, wer potenziell an Spielmanipulationen beteiligt sein kann, lohnt ein Blick in die Schulungsbedarfsanalyse 2013 der Internationalen kriminalpolizeilichen Organisation (INTERPOL): In dieser werden Spieler/Sportler, Schiedsrichter, Verbrecher/Betrüger (außerhalb des Sports), Trainer, Manager, Geschäftsführer (und sonstige Funktionäre), ehemalige Spieler/Sportler/Funktionäre, Spielervermittler und -berater, Mitglieder der Schiedsrichterkomitees, Veranstalter (von Sportevents oder Sportligen) sowie Buchmacher und ihre Mitarbeiter als potenzielle Target-Groups identifiziert.1

Diese Liste lässt sich unter anderem durch Verwandte/Bekannte erweitern, was verdeutlicht, dass die Eingrenzung möglicher Beteiligter schier unmöglich ist. Siehe für die Partizipation von Verwandten/Bekannten den Karabatic-Fall.

                    Prävention

Unter Prävention wird allgemein die Vorbeugung oder Verhütung von individuellen oder gesellschaftlichen Missständen verstanden.1

Dementsprechend gibt es viele Präventionsfelder, welche an Brisanz und Bedeutung gewonnen haben, beispielsweise Gewaltprävention, Gesundheitsprävention oder Korruptionsprävention.

Durch die diffizile Aufdeckung internationaler Verflechtungen in Verbrecherkreisen und den global agierenden Sportwetten-Markt ist Aufklärung über die Thematik Spielmanipulation und Wettspielkriminalität im Sport von hoher Bedeutung: "Entscheidend ist die Prävention."2

          S

                    Satzung des Play Fair Code

Eine Satzung ist eine "schriftlich niedergelegte rechtliche Ordnung", welche zum Beispiel als Grundlage für einen Verein dienen kann.1

Auch der Play Fair Code unterliegt in seinem Handeln der eigenständig entwickelten Satzung, welche im Download-Bereich unter "Charta, Satzung und Resolution" hinterlegt ist. In der Satzung des Play Fair Code wird unter § 2 der Zweck des Vereins definiert, welcher

"(...) 1. die Prävention von Manipulation im Sport,
2. die Schaffung von breitem, gesellschaftlichem Bewusstsein für integren und fairen Sport,
3. die Schaffung von Verantwortungsbewusstsein bei allen Akteuren im gesamten Profi- und Amateursportbereich,
4. die Förderung und Durchführung von Information, Aufklärung, Schulung und Beratung über integren Sport in der Öffentlichkeit und in der Wirtschaft,
5. die Vertretung der Anliegen für integren Sport in Kooperation mit nationalen und internationalen Sportorganisationen, Sportverbänden, Sportwettenanbietern, sonstigen Sportplattformen sowie weiteren fachspezifischen Organisationen,
6. die Erstellung von Studien und Gutachten zum Thema integrer Sport (sowie)
7. die Kooperation mit Behörden und der öffentlichen Verwaltung (ist)."2

                    Spielmanipulation (Match-fixing)

"Spielmanipulation (...) wird definiert als die Manipulation des Verlaufs oder Ergebnisses eines sportlichen Ereignis für (einen) persönlichen Vorteil. Dies könnte ein Wettbewerbsvorteil sein, zum Beispiel das Vermeiden einer Relegation am Ende der Saison oder eine günstige Platzierung in einem Wettbewerb. Ein weiterer Vorteil besteht in der Manipulation des Spiels mit dem Ziel eines (finanziellen) Gewinns, indem man auf das Ergebnis (oder erwartete Ereignis - siehe dazu den Fixipedia-Eintrag zu Spot-Fixing) wettet."1

Spielmanipulation gefährdet die Integrität, Glaubwürdigkeit und Attraktivität des Sports. Um die Definition der Internationalen kriminalpolizeichen Organisation (INTERPOL) plakativer darzustellen, werden folgend die Manipulationsformen mitsamt Beispielen aufgelistet, zwischen denen der Play Fair Code unterscheidet:

  • Sportstrategische Manipulation (Tanking): Dies ist die Manipulation zugunsten persönlicher sportbedingter Vorteile durch hauptsächlich den Vorenthalt der maximalen Leistungsfähigkeit (Underperformance - siehe dazu den Fixipedia-Eintrag).
    • Fall 1: Acht Badminton-Spielerinnen sollen in der Gruppenphase des Doppelbewerbs bei den Olympischen Spielen 2012 ihre Spiele absichtlich verloren haben, um in der K.o.-Runde nicht gegeneinander spielen zu müssen. Sie wurden von den Olympischen Spielen 2012 ausgeschlossen.2
    • Fall 2: Durch das Draftsystem in den amerikanischen Profisport-Ligen (NBA, NFL, NHL,...) kann bei einem Verpassen der Play-Offs eine schlechtere Abschlussplatzierung angepeilt werden, um hierdurch eine bessere Draftposition für die kommenden Saison zu erhalten - das schlechteste Team der abgelaufenen Saison darf im Draft zur neuen Saison den ersten Pick machen. Demzufolge halten sich hartnäckig Spekulationen über das absichtliche Herunterlassen von Mannschaften infolge einer geplanten besseren Ausgangsposition im Draft, wie im zitierten Artikel über die aktuelle Saison der National Football League (NFL).3
  • Manipulation mit dem Hintergrund krimineller Energie: Als diese definiert der Play Fair Code die Manipulation sportlicher Wettbewerbe - also eine strafbare Handlung - mit der Intention der finanziellen Einnahmen durch Sportwetten unabhängig der Gründe, weshalb die sportlichen Akteure zur Partizipation an Match-fixing motiviert werden (Schulden, Erpressung, Habgier, Absicherung, ...).
    • Fall 1: Der ehemalige Bundesliga-Profi Dominique Taboga war bis 2013 langjährig in Spielmanipulationen und Wettbetrügereien verwickelt. Als Innenverteidiger sollte er beispielsweise beim SV Grödig für bestimmte Ergebnisse oder Ereignisse sorgen. Der immense auf ihn ausgeübte Druck vonseiten der Kriminellen, welcher sogar Selbstmord-Gedanken bei Herrn Taboga mehrte, brachte den Ex-Profispieler schließlich im November 2013 zum Geständnis bei den Polizeibehörden.4
    • Fall 2: Der ehemalige Schiedsrichter der National Basketball Association (NBA), Tim Donaghy, wurde 2008 zu einer 15-monatigen Gefängnis- und einer sechsstelligen Geldstrafe verurteilt. Er hatte zwischen 2003 und 2007 auf von ihm geleitete Spiele gewettet und Insiderinformationen (siehe Insiderhandel im Fixipedia) an Wettbetrüger weitergeleitet, welche infolgedessen ebenfalls durch platzierte Sportwetten profitieren konnten.5
  • Manipulation mit dem Hintergrund organisierter Kriminalität: Hierunter fallen manipulationsbedingte Tätigkeiten, die kriminelle Netzwerke für Geldwäsche-Aktivitäten oder zur Terrorismus-Finanzierung durchführen. Die Gründe für die Attraktivität des globalen Sportwetten-Marktes liegen aus Sicht der Kriminellen auf der Hand:
    • "Der Wettbetrug ist eines der florierendsten Kriminalitätsfelder der Neuzeit. Die Gewinne sind riesig, die (länderübergreifenden) juristische(n) Verfolgung(en) kompliziert, die Strafen im Verhältnis zum Drogen- oder Menschenhandel lächerlich niedrig."6

                    Sportwette

Die Sportwette ist nach §2 des Wiener Wettgesetzes "(...) ein Glücksvertrag zwischen der Wettunternehmerin oder dem Wettunternehmer und jenen Personen, die gegen Entrichtung eines gewählten Einsatzbetrages eine Vorhersage über den Ausgang eines zum Zeitpunkt des Wettabschlusses oder der Wettvermittlung in der Zukunft liegenden sportlichen Ereignisses in der Hoffnung rechtsverbindlich bekannt gegeben haben, einen für den Fall des Zutreffens dieser Vorhersage in Aussicht gestellten Gewinn zu erlangen."1

Einfacher ausgedrückt: Der Kunde wettet einen festgelegten Betrag auf eine festgelegte Quote und erhofft sich durch das Eintreffen seiner Prognose einen finanziellen Gewinn, welcher durch Multiplikation des Einsatzes mit der Quote berechnet wird.

Die rasante Entwicklung des globalen Sportwetten-Marktes hat dazu geführt, dass immer mehr Sportarten offeriert werden. Von populären Sportarten wie Fußball, Tennis und Cricket reicht das Angebot bis zu Wetten auf Futsal, Unihockey oder Darts.2 Insbesondere im Fußball werden neben Profi- partiell auch Amateur- und Jugendligen angeboten.

Der Vertrieb von Sportwetten zu festen Quoten findet entweder stationär in Wettlokalen oder über Internet-Seiten statt, wobei das Online-Angebot heutzutage den größten Marktanteil besitzt.

                    Spot-fixing

Spot-fixing, für das im deutschsprachigen Raum noch keine offizielle Definition besteht, wird als die Manipulation nebensächlicher Aktivitäten eines sportlichen Wettbewerbs determiniert, die nicht zwangsläufig einen direkten Einfluss auf den Ausgang besitzen.1

Diese Aktivitäten können beispielsweise Einwürfe oder eine verlorene Platzwahl im Fußball, das Vermeiden von 180er-Aufnahmen im Darts (stattdessen wird durch Triple 19 eine Aufnahme mit 177 Punkten gespielt), ein Doppelfehler im Tennis, das Vermeiden von Century Breaks (Aufnahmen mit mehr als 100 Punkten) im Snooker oder eine Zeitstrafe im Handball sein. Dadurch, dass so genannte Nebenwetten-Märkte bei globalen Anbietern bestehen, kann Wettspielkriminalität mittlerweile auch auf solche Spiel- und Wettkampfsituationen abzielen und zerstört so ebenfalls die Integrität des Sport.

                    Strafgesetzbuch

Das Strafgesetzbuch " (...) umfasst die Gesamtheit der Rechtsnormen, in denen die Voraussetzungen für eine Straftat und ihre Rechtsfolgen festgelegt sind."1

Die Theorien des Strafens können allgemein in absolute und relative Theorien eingeteilt werden. Während bei absoluten Straftheorien die Bestrafung einer Fehlhandlung und die Herstellung der staatlichen Ordnung im Vordergrund steht (die Tat also lediglich repressiv sanktioniert wird), so haben die relativen Straftheorien einen präventiven Ansatz und versuchen, Straftaten bereits vor ihrer Durchführung zu minimieren.

Im Fixipedia ist die potenzielle Anwendung des Strafgesetzbuches unter anderem auf die Tatbestände des Betruges, der Erpressung, der Geldwäscherei, des Insiderhandels sowie des Match-fixings hinterlegt.

          U

                    Underperformance (Minderleistung)

Unter Underperformance wird - bezogen auf Spielmanipulationen - die bewusste Vorenthaltung der maximalen Leistungsfähigkeit verstanden. Dies macht in puncto Match-fixing insofern Sinn, dass eine Niederlage durch absichtliche Minderleistung durchaus praktikabel ist, während ein erwünschter Erfolg in einem sportlichen Wettkampf immer auch von der Leistung des Kontrahenten abhängt.

Beispiele für die klassische Vorenthaltung der maximalen Leistungsfähigkeit sind unter anderem absichtlich...
- passives und risikoarmes Spiel der Stürmer (Fußball),
- passives Zweikampfverhalten der Verteidiger (Fußball),
- fabrizierte Doppelfehler (Tennis),
- verworfene Freiwürfe (Basketball),
- verworfene Pfeile auf die Triple-Felder (Darts),
- etc.,
wodurch der Facettenreichtum von Unfair Play im Sport deutlich wird.

          V

                    Verbandsrecht

Das Verbandsrecht fällt unter das " (...) selbstgesetzte Recht des Sportes (...) " und umfasst Satzungen, Ordnungen, Richtlinien und Regelwerke, die die Rechte und Pflichten der Mitglieder eines Verbandes determinieren.1

Dementsprechend fallen unter das Verbandsrecht auch die Regulative, welche die Standpunkte der Fach-Sportverbände und mögliche Sanktionen beim Übertreten von Regeln beinhalten.

Im Jahr 2015 startete der Play Fair Code eine Offensive zur Umsetzung disziplinarrechtlicher Mindeststandards gegen Spielmanipulation und für die Integrität im Sport. Hierbei wurden sämtlichen österreichischen Sport-Fachverbänden Textierungsvorschläge für eine Ober- (Bekenntnis zur Integrität im Sport) und Unterbaubestimmung (Sanktionsmechanismen und Meldeverpflichtung) zugesendet. Die Umsetzung der Bestimmungen sind mittlerweile weit fortgeschritten. Das Dokument steht am Ende dieses Eintrages zum Download bereit.

Die exemplarischen Bestimmungen geben darüber hinaus einen Eindruck, welche verbandsrechtlichen Strafen durch eine Spielmanipulation drohen. Die speziellen Ausfertigungen können jeweils den Verbandsregulativen der Fachverbände entnommen werden.

Leitfaden für die Umsetzung disziplinarrechtlicher Regelungen im Bereich Integrität im Sport bzw. Spielmanipulation durch die österreichischen Bundes-Sportfachverbände (Dokument vom 28. Jänner 2015)

          W

                    Whistleblowing

"Beim Whistleblowing werden Hinweise auf Missstände in Unternehmen, Hochschulen, Verwaltungen etc. gegeben. Der Whistleblower ist meist Mitarbeiter oder Kunde und berichtet aus eigener Erfahrung. Er informiert Mittler und Medien oder direkt die Öffentlichkeit."1

Aktuelles Whistleblowing-Beispiel im Sport ist der ehemalige Direktor des russischen Anti-Doping-Zentrums, Grigori Rodschenkow, welcher den ermittelnden Behörden sein Wissen über das durchgeführte Staatsdoping Russlands im Rahmen der Olympischen Spiele in Sotschi 2014 preisgegeben hat.2

Damit derartige Taten frühzeitig verhindert und somit die Integrität des Sports gewahrt werden kann, ist die Meldung verbotener und sanktionierbarer Handlungen umso bedeutender. Die Ombudsstelle des Play Fair Code ist in diesem Fall eine geeignete Anlaufstelle rund um die Problematiken Spielmanipulation und Wettbetrug.

                    Widerstehen 

Widerstehen bedeutet, einem Angebot oder einer Handlung nicht nachzugeben und sich diesem bzw. dieser entgegenzusetzen.1

Im Falle eines Spielmanipulations-Angebotes sind sportliche Akteure auf mit persönlichem Widerstand und einer sofortigen Meldung auf der sicheren Seite.
So werden langfristige Folgen (siehe Fixipedia-Eintrag) ausgeschlossen und sportliche Bewerbe gleichzeitig geschützt.

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